Armenische Gemeinde zu Berlin e. V. - gegr. 1923
 
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Muttersprachlicher Unterricht

Muttersprachlicher Unterricht

Grundsätzlich ist der zentrale Indikator, der zur Feststellung des Grades dient, in der eine

Minderheit ihre Identität bewahrt, die Beherrschung der Muttersprache in Wort und Schrift.

Leider bieten die sozialen und kulturellen Verhältnisse in der westlichen Diaspora keine

begünstigenden Voraussetzungen für den Erhalt der armenischen Sprache. Auch die hohe Zahl

der Mischehen spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Besonders die Eltern, die aufgrund einer repressiven Politik der Türkei in ihrer Jugend nicht

die Möglichkeit hatten, armenisch zu lernen, legen besonderen Wert darauf, dass ihre Kinder

ihre Muttersprache lernen. Daraus leitet sich eine Förderung nach muttersprachlichem

Unterricht in Deutschland ab.

Da jedoch dieses von offizieller Seite bis heute keine Unterstützung findet, führen die

armenischen Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland auf eigene Kosten und Initiative

muttersprachlichen Unterricht für ihre Kinder und Jugendlichen durch. Dabei bleiben

Probleme wie die Einstellung von fachlich ausgebildeten Lehrkräften und Beschaffung von

geeignetem Unterrichtsmaterial oder die Frage der Raumbeschaffung vielmals ungeklärt.