Veranstaltungsarchiv

 

21. März 2015 | Literarische Rezeption: Edgar Hilsenraths Roman „Das Märchen vom letzten Gedanken“, von Anna Zachmann, Literaturwissenschaftlerin

Edgar Hilsenrath – ein „Provokateur der Erinnerungsrituale“: Als Edgar Hilsenrath,

bis dato bekannt als Autor grotesker, ja skandalträchtiger Shoah-Romane, nach

jahrelanger Beschäftigung mit dem armenischen Völkermord 1989 sein „Märchen vom letzten Gedanken“ vollendete, wurde er mit zahlreichen Preisen (u. a. Döblin-Preis) und Ehrungen gewürdigt. Und doch gab es mit Blick auf die Verbindung der

Genozide – gerade von jüdischer Seite – auch kritische Stimmen, welche die

Singularität der Shoah in Frage gestellt sahen.

 

 

7. März 2015 | Im Gedenken an Ralph Giordano

Filmvorführung: „Die Armenische Frage existiert nicht mehr - Tragödie eines Volkes“, Einführung von Achim Peilert

Der Film „Die Armenische Frage …“ wurde bereits am 21.04. 1986 im WDR zu bester Sendezeit erstaufgeführt. Giordano schreibt, dass „die Zuschauerresonanz sehr groß und andauernd“ war, mit aberhunderten von Briefen und Anrufen, die sagten „das haben wir nicht gewusst“. Die Reaktion der türkischen Seite war bereits vor der Ausstrahlung sehr „explosiv“. Bereits im Februar besuchte der Presseattaché der türkischen Botschaft die Intendanz des Kölner Senders zu einer „Aufklärung“ in einem persönlichen Gespräch, der jedoch nicht stattgegeben wurde. Der Autor und

die Filmcrew mussten über längere Zeit unter Polizeischutz gestellt werden. Ralph Giordano, ein Holocaust Überlebender, ein prägender Intellektueller Deutschlands, war ein Freund der Armenier Er war eine moralische Instanz, ein unermüdlicher Streiter für die Verfolgten und Unterdrückten dieser Welt.

 

 

 

 

26. Februar 2015 | Auftakt zum 100. Gedenkjahr des Genozids an den Armeniern im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Zum Auftakt des Gedenkjahres zum Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich bitten 
die Botschaft der Republik Armenien, die Armenische Gemeinde zu Berlin e.V. und

Genozid 1915 – Initiative Deutschland zur einer Gedenkveranstaltung.

 

Programm: 
Begrüßung: Vartkes Alyanak, Armenische Gemeinde zu Berlin 
Ansprache: Ashot Smbatyan, Geschäftsträger a.i. der Republik Armenien 
Ansprache: Ralf Wieland (SPD), Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin 
Gedenkrede: Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums, Universität Potsdam  

Musikalische Umrahmung: Sergey Khachatryan (Violine), Lusine Khachatryan (Klavier), Koryun Asatryan (Saxophon)

 

 

 

15. November 2014: Vortrag von Elke Hartmann zum Thema „Den Völkermord an den Armeniern verstehen“. Neue Ansätze und Perspektiven. Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über die Beschäftigung mit dem Völkermord an den Armeniern in den vergangenen fast 100 Jahren und die
Tendenzen der Forschung. Anschließend werden neue Ansätze und Perspektiven vorgestellt und diskutiert. In diesem Zusammenhang wird unter anderem auch das Projekt Houshamadyan mit seiner neuesten Buchpublikation vorgestellt, das sich mit der Situation der osmanischen
Armenier am Vorabend des Völkermordes beschäftigt. 

 

 

1. November 2014: Lesung: Valerie Engler (Co-Übersetzerin des Buchs) liest aus Diana Hambardzumyans Erzählband „Telegramm an Fatima“
Mit dem Erzählband „Telegramm an Fatima“ der Jerewaner Autorin Diana Hambardzumyan liegt nun erstmals Gegenwartsprosa aus Armenien in deutscher Übersetzung vor. Die Autorin ist Professorin für Linguistik an der Staatlichen Universität von Jerewan. Seit 1995 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Der Erzählband vereint neun Erzählungen aus den letzten zehn Jahren und wurde bereits ins Englische und Russische übersetzt. Valerie Engler, die das Buch gemeinsam mit ihrer armenischen Kollegin Gayane Ginoyan übersetzt hat, wird das Buch vorstellen, von der Übersetzerpraxis erzählen und aus den Erzählungen lesen.

 

18. Oktober 2014: Dr. Vazrik Bazil liest aus seinem Gedichtband Auf kläglichen Straßen
Gedichte aus dem Alltag; eindringlich, berührend, nachhaltig in Gedanken bleibend. Dr. Bazil ist Autor, Kommunikationsberater, Publizist, Dozent und 

Redenschreiber sowie amtierender Präsident des Verbandes der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS). 

 

30. November 2013: Tag der offenen Tür „Armenische Gemeinde zu Berlin stellt sich vor“. In Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters von Charlottenburg Herrn Reinhard Naumann, der Bundestagabgeordneten Dr. Martin Pätzold, sowie Vertreter der Christlich-Alevitischen Freundeskreis der CDU und der Assyrischen Gemeinde von Berlin.

 

November 2013: Autorenlesung mit Corry Guttstadt, „Die Türkei, die Juden und der Holocaust“. Die Autorin unterzieht das offizielle Geschichtsbild einer judenfreundlichen Politik des Osmanischen Reichs beziehungsweise der Türkeieiner gründlichen Revision.

 

Corry Guttstadt

 

26. Oktober: Festabend zum 90. Jubiläum der Armenischen Gemeinde zu Berlin.  Unter den Schirmherrschaften der Ministerin für Diaspora der Republik Armenien Frau Dr. Hranush Hakobyan sowie des Bürgermeisters von Charlottenburg-Wilmersdorf Herrn Reinhard Naumann im Rathaus Charlottenburg.

 

 

Ministerin Dr. Hranush Hakobyan Sopran:  Hratchuhi Bassenz, Bezirksstadtrat Carsten Engelman

Ministerin Dr. Hranush Hakobyan

Elke Hartmann, Vartkes Alyanak

Sopran:  Hratchuhi Bassenz,

Piano: Anahit Ter Tatshatyan

Bezirksstadtrat Carsten Engelman

 

 

März 2013: “The Armenian Genocide in literature: Perceptions of Those who lived Through the Years of Calamity”. Prof. Rubina Peroomian, University of California in Los Angeles präsentiert ihr neu erschienenes vom Armenian Genocide Museum-Institut herausgegebenen Buch, der die Memoiren der Überlebenden und die Literatur der nachfolgenden Generation in der Diaspora behandelt. 

 

 

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Dezember 2012:Die Brunnen von Hebap“: Diavortrag von Fethiye Cetin, Autorin des Buches „Meine Großmutter“ und Rechtsanwältin von Hrant Dink über die Wiederaufbauarbeiten der Brunnen im (armenischen) Dorf ihrer Großmutter.

 

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November 2012:

 

Oktober 2012: "Der Rückzug ohne Lied" - Präsentation des von Samvel Ovasapian ins Deutsche übersetzten Romans von Shahan Shahnour aus dem Jahr 1929 im Pariser Exil. Lesung mit Krikor Melikyan und Samvel Ovasapian. Musikalische Begleitung: Meline Popovian. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Armenischen Kirchen- und Kulturgemeinde zu Berlin.

 

Mai 2012: "Auf den Spuren von Zabel Yessayan“, Dokumentarfilm über Leben und Werk von Zabel Yessayan (1878 - 1943), eine der bedeutendsten  Autorinnen der westarmenischen Literatur, von Talin Suciyan.

 

November 2011: "Planet Armenien - Pilgern in unbekanntem Land", Autorenlesung von Jochen Mangelsen.

 

Mai 2011 „Wir sind unsere Berge“ – Filmvorführung und zur Geschichte der Republik Arzach (Berg Karabach) mit Marat Oganyesyan und Harutjun Grigorjan, dem Leiter der ständigen Vertretung der Republik Berg Karabach in Deutschland.

 

November 2010:

 

November 2009: „Tagebuch einer Forschungsreise - die Restaurierung der Handschriften im Matenedaran“, Multimediales Tagebuch und Vortrag von Dr. Patricia Engel.

 

März 2009: „Kilikien 1909, 100 Jahre nach den Massakern, die den Genozid von 1915 erahnen ließen.“ Die Geschichte der infernalischen Pogrome von 1909 und ihr Niederschlag in der Literatur von Zabel Yessayan, insbesondere in ihrem Meisterwerk "In den Ruinen", Vortrag von Vartkes Alyanak

 

Februar 2009:

 

Januar 2009: „Die Armenier als Minderheit in der Türkei“, Vortrag von Karin Karakasli, Schriftstellerin und Journalisten aus Istanbul, Trägerin des Literaturpreises der Republik Armenien und langjährige Mitarbeiterin der Wochenzeitung AGOS.

 

Dezember 2008: Anlässlich seines 100. Geburtstags: „Das armenische Element in den Erzählungen des armenisch-amerikanischen Schriftstellers William Saroyan“. Vortrag und Lesung aus seinen Werken von Dr. Medardus Brehl, Institut für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum.

 

September 2008: "Lieder, Romanzen und Chansons aus fernen Ländern“. Benefizkonzert mit Stepan Gantralyan und Vincent Julien.
 

März 2008:

 

 

März 2007: „Der Dichter und der General“, Dokumentarfilm über Armin T. Wegner (1886-1978) von Rolf Hosfeld.

 

November 2006: „Schwieriges Erinnern: Der Völkermord an den Armenien“, Autorenlesung mit Dr. Annette Schaefgen, über die Gründe für die zunächst schwache Rezeption des Genozids in der deutschen Öffentlichkeit.

 

Oktober 2006: April heißt leben“, Filmvorführung. Regie: Merlyn Solakhan, Produktion: Blankfilm Berlin, 2006. Armenier in Berlin erzählen über sich, ihre Familiengeschichten und über ihre Anstrengungen zur Wahrung der eigenen Identität.

 

März 2006: „1600 Jahre armenische Schrift“, Vortrag von Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg, über das von Mesrop Maschtoz im V. Jahrhundert geschaffene armenische Alphabet.

 

Februar 2006: „Damals und ein Koffer“, Autorenlesung mit Krikor Melikyan.

 

Oktober 2005: Diavortrag über die Ausstellung „6.-7. September 1955“, anlässlich des 50. Jahrestages der Pogrome von Istanbul - bei Ausschreitungen gegen die griechische Minderheit gehörten auch Armenier und Juden zu den Opfern; sowie Bericht über die Konferenz zum Völkermord an den Armeniern in Istanbul, von Mari Karaciyan-Berndt

 

Mai 2005: „Operation Nemesis/ Die Türkei, Deutschland und der Völkermord an den Armeniern“ Autorenlesung mit Rolf Hosfeld. Im Juni 1921 wird das Berliner Landgericht zum Schauplatz eines Prozesses, der die Welt aufrüttelt. Der Angeklagte hat einen der Verantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern, Talat Pascha, erschossen und wird freigesprochen. Was das Gericht nicht weiß: Er gehört dem geheimen Kommando Nemesis an, das sich zum Ziel gesetzt hat, die untergetauchten Hauptverantwortlichen dieses Genozids zur Strecke zu bringen.

 

April 2005: Germany and the secret genocide, Dokumentarfilm von Michael Hagopian über die Rolle des Deutschen Reichs beim Völkermord an den Armeniern.

 

Februar 2005: „Reflexionen – Armenien zu Beginn des Jahres 2005", Vortrag von Norbert Heinze, Erster diplomatischer Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in Jerewan in den Jahren 1993 – 1996.